Kommentar zum Leserbrief des stellv. Ortsbürgermeister Gleidingen (CDU)

Ein Mensch verunglückt in Rethen schwer. Ein Unfall, wie er leider häufig vorkommt, wenn Auto- und Fahrradfahrer sich übersehen. Natürlich steht dies in der Zeitung. Aber in der heutigen Zeit ist das Auto nicht mehr egal. Nein, hier wird explizit der SUV genannt – als ob das wichtig wäre.

Aber vielleicht hat genau das, den stellvertretenen Ortsbürgermeister Gleidingen ( Rolf Pieper, CDU ), dazu bewogen einen Leserbrief zu schreiben? Das Auto muss geschützt werden – unter allen Umständen? Und so wird hier suggeriert, dass es die Schuld vom Fahrradfahrer gewesen sein muss. Na klar! Viel zu schnell, „falsche“ Richtung und viel hätte, wäre, wenn. Aber nicht der SUV – Autofahrer, auf gar keinen Fall!

Vielleicht wäre es aber sinnvoller in die Zukunft zu schauen. Gerade als Politiker sollte sich Herr Pieper eher für vernünftige Radwege einsetzen, z.B. auf der Fahrbahn, so wie es immer häufiger in verschiedenen Städten umgesetzt wird. Und vielleicht sollte man auch anerkennen, dass sich Zeiten ändern und die Menschen andere, günstigere und gesündere, Fortbewegungsmittel stärker nutzen und das diese Entwicklung gut sein kann. Und vielleicht sollte man diesen Prozess eher unterstützen, damit solche Unfälle einfach durch eine geschickte Verkehrsführung vermieden werden.

Hätte der SUV nicht am STOP-Schild stehen bleiben müssen?! Dann wäre der Unfall vermutlich auch nicht passiert.

Und wenn wir schon bei „hätte, wäre, wenn“ sind: Hätte es die CDU damals schon gegeben, dann hätten sie wahrscheinlich die Kutschenindustrie vor der Autoindustrie geschützt. Jeder Unfall zwischen Kutsche und Auto wäre ausgeschlachtet worden. Das Auto wäre ja viel zu schnell gewesen. Und um die verletzten geht es gar nicht.

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